Tickt so die ganze E-Mobil-Branche?

So sieht eine Stellungnahme aus, wenns bei den Elektro-LKW´s um ein Getriebe geht, wohl wissend, dass hier noch eine Funktionseinschränkung vorliegt.

——————————————-Zitat ————————————–

Hallo Herr XXXXX

 

da wir bei XXXXXX Antriebsmotoren einsetzen, die selbst im Stillstand dauerhaft Nennmoment aufbringen, benötigen wir aktuell keine variable Übersetzung zum Anfahren. Natürlich kann man mit einer veränderlichen Übersetzung die Steigfähigkeit bei kleinen Geschwindigkeiten verbessern. Aber wenn zu wenig Leistung da ist, kann man nicht schnell den Berg hoch fahren. Daher setzen wir auf Leistungserhöhung statt Getriebe mit veränderlicher Übersetzung. Das spart auch Kosten. Und eine Baugruppe weniger ist auch eine Fehlerquelle weniger.

 

Mit freundlichen Grüßen | Kind regards

 

XXXXXXXX XXXXXXXXXXXX
Geschäftsführer| managing director

————————————–Ende——————————————

Zum Anfahren brauchts viel Drehmoment und eben wenig mechanische Leistung gemäss: Leistung [kW] = (2*PI*Drehmoment [Nm]*Drehzahl [1/min])/60.000

Bei einem E-Antriebsstrang ohne Schaltgetriebe, also ohne Drehmomentwandler, muss das hohe Anfahrmoment und das hohe Losbrechmoment mittels Hochbestromung generiert werden.

Bekanntlich ist elektrische Leistung Spannung mal Strom und der Strom generiert das Drehmoment.

Die Hochstrom-Phase aber ist zeitlich begrenzt, da sie zu einer Überhitzung des E-Motors führt.

Diese Überhitzung ist der Energieverlust in diesem System.

Wenn man also die Steigfähigkeit verbessern will, brauchts nur stärkere E-Motoren?

Wenn man die Effizienz des Antriebsstrangs bei der Steigfähigkeit erhöhen will, braucht es einen Drehmomentwandler gemäss obenstehender physikalischer Gesetzmässigkeit.

Natürlich bringt ein Schaltgetriebe mit oder ohne zwischengeschaltetem Kupplungselement nichts an wirklicher Energie-Effizienz gegenüber einem formschlüssigen IVT-Getriebe wie dem VRG, hat man doch immer noch die Notwendigkeit der Hochbestromung im Anfahrbereich.

Das angeführte Kostenargument ist genauso geraten wie die Störanfälligkeit dieses Getriebes, zumal man sich nicht die Mühe gemacht hat, sich ordentlich zu informieren, sondern im freien Glauben argumentiert.

Schlimm ist jetzt nicht wirklich, dass eine ganze Branche aus Geldgier das ganze Volk beschwindelt, schlimm ist, dass Leute, welche es eigentlich besser wissen müssten, zu solchen Taten fähig sind.

Ein Ingenieurstudium ist in der Regel nahezu kostenlos, bei manchen Absolventen anscheinend gänzlich umsonst.

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